Weinfreunde Gstaad-Saanenland

 

Neue Welt⁄Alte Welt im Hotel Le Grand Chalet

Was verstehen wir eigentlich unter den Begriffen, Alte - Neue Welt ? Nun, man könnte wohl wieder einmal stundenlang darüber diskutieren und immer noch eine Menge Neuigkeiten herausfinden. Kurz gesagt, meinen wir aber mit der alten Welt Europa, d.h. vor allem Frankreich, Italien, Spanien, Deutschland und in die neue Welt passen Südamerika, Chile, Argentinien, Südafrika, Australien, Neuseeland und die Vereinigten Staaten von Amerika vor allem mit Kalifornien. Die Weinfreunde möchten einfach mal aufzeigen, wie gross die Differenzen zwischen den verschiedenen Weinanbaugebieten der Welt sein können. Ein Vergleich wie z.B. Bordeaux und Kalifornien würde uns die notwendigen Ein- aber auch Aussichten bringen. Wir hatten uns lange auf diesen ganz speziellen Anlass gefreut.

Willkommen in unserer Welt: 17 Teilnehmer sind nicht genug
Um eine neutrale Bewertung aufrecht zu erhalten, hatten wir 2 Vertreter von renommierten Weinhandelsfirmen organisiert, welche jedoch nach Einsicht in die definitive Teilnehmerliste von "nur" -17- Weinfreunden nicht nach Gstaad kommen wollten. Nun, die sind sich wohl etwas mehr Quantität vor Qualität gewohnt. Dies hatte natürlich auch einen Einfluss auf die zu degustierenden Weine. Franz Rosskogler sprang mit seinem Weinkeller aus dem Hotel Le Grand Chalet in die Lücke. Nachträglich muss man sagen, sind wir sehr froh, diesen Schritt getan zu haben, denn die nun gezeigten Weine waren natürlich alle grosse Spitzenklasse, was man bei den von den Weinfirmen zur Auswahl vorgelegten Weinen nicht unbedingt sagen konnte.
Hiermit möchten wir schon jetzt unserem Vizepräsidenten, Franz Rosskogler, seiner Ehefrau und der ganzen Equipe des Hotels Le Grand Chalet, herzlich für ihren ausserordentlichen Aufwand und den gewohnten speziellen Dienstleistungen von Küche und Service, danken. Die Weinfreunde sind einfach immer wieder begeistert und fasziniert von den Leistungen dieses Hotels und sie sind eigentlich immer ausserordentlich kritisch und verlangen vom Gastgeber höchste Qualität und mehr. Der ganze Anlass fand in unserem sogenannten Clublokal, d.h. im Restaurant "Le Grand Cru" statt. Die Teilnehmer waren dort unter sich und fühlten sich in der rustikalen "Ambiance" sehr wohl.

Chablis versus Chardonnay
Die meisten Degustatoren ziehen es vor, die Weine zum Essen zu degustieren, vor allem weil dann jederman die Unterschiede mit oder ohne kulinarische Genüsse gleich selbst vollziehen kann. Die Speisen wurden genau den zu degustierenden Weinen angepasst. Bei jedem Gang wurde ein Erzeugnis der alten Welt mit einem der neuen Welt zum Vergleich angeboten, meistens auch aus derselben Traubensorte stammend.

So hatten wir zum Apéritif, welcher in der Eingangshalle stattfand und mit Amuse bouches bereichert wurde je einen Sauvignon blanc, einen aus der Gegend von Bordeaux und den zweiten aus Stellenbosch in Südafrika. Die Gegensätze könnten nicht grösser sein, man würde manchmal fast glauben, dass wir es nicht mit ein und derselben Traube zu tun hätten.

Das Fünf-Gang Menu bezauberte durch seine relativ einfachen Gerichte sowie die Aufteilung der einzelnen, wirklich passenden Weine zu den verschiedenen Speisen. So wurde etwa zum "Croquant de sandre et saumon au gingembre" ein Chablis aus dem Burgund sowie ein Chardonnay aus dem Hunter Valley, Australien serviert.

Zu den "Ravioles de foie gras de canard à la badiane" gab es einen Bordeaux, Côte de Castillon, sowie einen Cabernet Sauvignon aus Kalifornien.

Zum Hauptgang "Jambonette de caille aux chanterelles" degustierten wir einen Merlot aus Sizilien, einen Merlot aus der Schweiz (Tessin) sowie einen Merlot aus Neuseeland.

Mit dem Käse kam ein Walliser Syrah und dies verglichen mit einem Shiraz aus Südaustralien.

Zum Dessert, einem "Marbré de fraises au Prosecco", natürlich den Schaumwein aus Venezien/Italien

Hier gehts zur Beschreibung der degustierten Weine

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© 2005 Hans Liechti